Abgebildet ist der Ausschnitt eines Kunstwerks, das auf einer Wiese steht. Dahinter ist ein Gebäude erkennbar. In einen Metallrahmen sind aufeinanderliegende Acrylplatten eingespannt in einer Täfelung. Die einzelnen Tafeln sind bunt bedruckt und bemalt. Auf jeder Tafel ist außerdem der Name einer Person, ein QR-Code und im Hintergrund das Alter der jeweiligen Person abgedruckt. Um das Kunstwerk herum stehen Menschen.
Die Tafeln des Kunstwerks erinnern an die Lebensgeschichten von sechs Verfolgten und Ermordeten der „Aktion T4“. Foto: Gedenkstätte Hadamar, 2024

Die Zeitbild-Stiftung realisierte mit dem Projekt „NS-,Euthanasie‘ ERINNERN – Inklusive Gesellschaft GESTALTEN“ eine bundesweite Auseinandersetzung mit dem Thema NS-„Euthanasie“ im Schulunterricht und darüber hinaus. In Idstein arbeitete die Stiftung mit dem Gedenk- und Lernort Kalmenhof und mit der Künstlerin Gabriele Juvan zusammen. Die Offenbacher Künstlerin entwickelte mit Schülerinnen und Schülern der Frankfurter Wöhlerschule im Rahmen von Workshops Kunstwerke am authentischen Ort der ehemaligen „Zwischenanstalt“ Kalmenhof. Dabei beschäftigten sich die Jugendlichen und die Künstlerin intensiv mit den Lebensgeschichten von insgesamt sechs Personen: Margot Unger, Erna Poser, Anna Heinze, Anna Schuhmacher, Heinrich Jeuck und Wilhelm Kleinschmidt. Mit Hilfe von Farben, Formen und Zeichnungen machten sie die Menschen und ihre Biografie greifbar. Das Kunstwerk kann nun auf dem Gelände der Vitos Teilhabe gGmbH in Idstein besucht werden.

Von Idstein aus wurden in der ersten Jahreshälfte 1941 im Rahmen der „Aktion T4“ über 700 Personen in die Tötungsanstalt Hadamar transportiert und dort ermordet.